Oioi Pessoal!
Bom, eu sei que eu to devendo um post novo faz tempo. Só que tem duas coisas: Primeiro: se eu pago 800 euros para ir ao Brasil e mais uns tantos reais pra ver as praias da Bahia, eu não tenho a intenção de ficar gastando mais ainda em cybercafés para ficar sentada na frente do comp se eu posso tar mergulhando, passeando ou simplesmente se eu posso tar fazendo mil outras coisas mais legais, né? Segundo: Eu vi tantas coisas nessas últimas semanas que sinceramente, to achando dificil pra caramba escrever tudo num dia só.
Bom, para resumir a coisa um pouco, vou contar só o básico. Antes de mais nada, EU ESTOU EM SAMPA AGORA, tá avisado pra todos que ainda não sabem (Aninha, essa foi pra vc!!). Então, façam o favor de deixar os celulares ligados!
A viagem pra Bahia foi ótima. Resumindo em poucas palavras: Praias lindas, ônibus lerdos (já ouviram falar de pinga-pinga?), estradas esburacadíssimas, pousadas legais (cada vez mais caras), comida muito boa, me queimei mas o bronzeado já sumiu de novo por causa desse tempinho chato q fez aqui em Sampa, um calor de matar e 551 fotos (vou ver se ponho umas online hoje). Se vocês um dia tiverem a chance, façam uma viagem assim também! Eu adorei. Voltamos cansados (pra não dizer mortos), mas valeu muito a pena... Para qualquer outro detalhe (temnho muuuuuuito pra contar), me perguntem! Ou então, leiam a versão em alemão que eu acabei de escrever. Me empolguei um pouquinho... hehe.
Agora que estamos em Sampa, vou aproveitar pra mostrar a cidade pro Renny (e descobrir um monte de coisas que eu mesma ainda não conhecia). Ele, por sinal, tá adorando conhecer o Brasil e já entende um monte de Português (só não fala...). Vou aproveitar pra fazer tudo q eu não fazia há eras, como comer nos meus restaurantes prediletos, ir no cinema baratinho, bundar no shopping, e o que mais der na telha.
Pra finalizar, só mais uma coisinha. Eu tento atualizar esse blog com bastante freqüencia, mas na minha opinião, não dá pra ficar enfiado na frente do comp em vez de viver a vida. A maioria de vocês pensa igual, e eu acho que vocês sabem muito bem que muitas vezes, falta o tempo de escrever e-mails e posts de blog. Se tem alguma coisa urgente, podem ter certeza q eu vou responder qualquer post de vocês, assim como (né Vivi) eu deixei muitíssimo bem avisado que eu estava vindo pro Brasil. então please, não me cobrem demais, tá? Eu quero muito ver todo mundo, mas PESSOALMENTE!
Beijos...
PS: dêem uma olhada nas fotos!
Hallihallo!
Es ist viel zu erzählen und ich weiss eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll... Ich hatte bisher nicht oft die Gelegenheit, hier an den PC zu sitzen, und werde sie wohl auch weiter nicht sehr oft haben, weil ich denke, dass ich nicht so viel Geld für diese Reise ausgegeben habe um dann am PC zu hocken. Trotzdem weiss ich, dass ihr da drüben im alten Europa (vor allem die Lis :) ) auch gerne wissen wollen, was hier so abgeht, und deshalb habe ich mich jetzt doch aufgerafft, um einen post zu schreiben (auch, weil ich gerne dann höre, wie es euch geht!). Also, als allererstes muss ich sagen, es ist zwar toll hier, und wir erleben so viel neues, aber ich vermisse eu zuhause trotzdem und freu mich, euch alle wiederzusehen. Man sollte den Alltagstrott nicht unterschätzen!
die Reise nach Bahia war einfach wundervoll - eine einmalige Erfahrung. Tobi und Kili erzählen immer schon so spannende Sachen, jetzt kann ich da richtig mitfühlen, denn diese Reise war sehr ähnlich. Es war sehr holperig (furchtbare Strassen) und manchmal auch ziemlich anstrengend (wenn wir einen ganzen Tag nur gefahren und gelaufen sind und der Bus alle 200m hielt), aber der Anblick dieser Strände und Landschaften war einfach.... WOAH! Wir haben gelernt, dass in Bahia alles langsamer geht (sogar die Zeit, denn dort wird nicht auf Sommerzeit umgestellt) und dass man nie etwas genau und sicher wissen kann, aber es trotzdem immer eine Lösung gibt. Wir haben auch gelernt (der Renny vor allem), dass die Sonne in Bahia selbst am bedeckten Himmel heiss genug für katastrophale Sonnenbrände brennt (aber "nee, ich brauch keine Sonnencreme, ich werd schnell braun" :) ). Auch sportlich haben wir uns sehr engagiert: eine Fahrradtour im Sand (SEHR anstrengend) zu einem 12 km entfernten Strand (wo die Portugiesen zum allerersten Mal Brasilien betreten haben), der echt wunderschön war, kilometerlange Wanderungen immer am Meer entlang und eine Kajaktour einen Fluss entlang zu einem Wasserfall (immer gegen die Strömung). Tjaja, es war schon schweisstreibend... ;)
Von Salvador nach São Paulo haben wir uns dann nach zusammen über 50 Busstunden und 2 buchstäblich üblen Bootsfahrten einen Billigflug genehmigt, weil uns nur bei dem Gedanken, 32 Stunden in einem Bus von Salvador nach São Paulo zu sitzen der Brechreiz kam (das sind übrigens etwas über 2100 km). Insgesamt haben wir 6 Orte besucht, 5 kleine, verschlafene Stranddörfer (eins hatte sogar ne indianische Reserve nebendran) und die wunderschöne, geschichtsbeladene Salvador, die erste Hauptstadt Brasiliens. Es war echt eine wunderschöne und traumhafe Reise...
Wieder zurück zuhause sind wir am nächsten Tag gleich schon wieder aufgebrochen, diesmal nach São Pedro, ein etwa zweieinhalb Stunden von São Paulo entferntes Städtchen, wo meine Oma und meine Tante mit Family wohnt. Dort wars auch total schön und fast unverschämt ruhig, so richtig zum ausruhen. Und damit wir das auch wirklich tun, sind wir gleich mal krank geworden, ne kleine Erkältung schadet ja nie. Dafür hat uns meine Oma mit allen möglichen Leckereien verwöhnt, vor allem mit ihrem unvergleichlichen Kartoffelsalat, den übrigens keine ihrer drei Töchter nachmachen kann... Ich hab mal zugeschaut und werd mich demnächst mal dran versuchen. :)
Jetzt sind wir wieder in São Paulo und ich zeige Renny jetzt alle Orte, wo ich früher immer hinging. Zum Teil lerne ich dabei die Stadt selbst wieder kennen... Vieles kannte ich selbst noch nicht, wie das so oft ist mit der eigenen Heimatstadt. Es macht uns auf jeden Fall viel Spass und Renny freut sich riesig, mein einstiges Zuhause endlich mal kennenzulernen. Es öffnet meine Gedanken auch für neue Ideen und Perspektiven, was meine eigene Zukunft betrifft, denn es ist doch eine ganz andere Welt, die wir hier erleben. Das sollte eigentlich jeder nach dem Abi machen. Man lernt dass die Welt viel grösser und unbegreiflicher ist, als wir sie uns je vorstellen könnten, und dass es noch sehr viele Wunder gibt, die wir aus unserer eingeschränkten Perspektive in Deutschland nicht sehen können. Es hat mir geholfen, daran zu glauben, dass es doch noch etwas zu retten gibt auf dieser Welt, und dass man auch mit kleinen Gesten etwas dazu beitragen kann. Wir wissen manchmal gar nicht, wie gut wir es haben und wie einfach es ist, auch anderen Gutes zu tun. Man muss nicht unbedingt nach Afrika oder Südamerika gehen, um Menschen in Not zu finden. Auch bei uns in Deutschland gibt es Not, vor allem Not an Hoffnung und an Liebe. Klingt vielleicht ein bisschen kitschig, aber wenn wir in der "ersten Welt" nicht lernen, klein anzufangen, dann werden wir auch nichts Grosses schaffen. Unsere Kinder müssen in der Schule auch lernen, wie gross die Welt ist, genau wie die Kinder in Peru und Somalia.
Naja, ich unterbreche mich jetzt hier mal, es waren nur so Gedanken, die mir in diesen letzten Wochen durch den Kopf gegangen sind.
Machts gut und postet lieb weiter, ich freu mich immer riesig!
Viele liebe Grüsse von weit weit weg...
PS: schaut euch die fotos an!
Clau

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